MSN Movies zeigt Kinofilme kostenlos

Kategorie: Film, Kino, Kostenlos, Streaming

Msn-movies in MSN hat heute seinen Dienst “MSN Movies” gestartet. Das neue Videoportal bietet in Zusammenarbeit mit vod_box Kinofilme als kostenlose Streamingvideos an – besonders ist jedoch, dass sich das Angebot im Gegensatz zu Youtube (YouTube zeigt MGM-Filme) auch an Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz richtet. Obwohl es sich bei dem kostenlosen Angebot weitgehend um unbekannte Kinofilme handelt, befinden sich darunter auch einige Blockbuster wie “American History X”, “Good Will Hunting”, “Delicatessen” oder “Blade”. Ebenfalls werden einige ältere TV-Serien und Animationsfilme kostenlos gestreamt.

Interaktive Werbung vor und während des Films

Finanzieren soll sich MSN Movies über interaktive Flashfilme, die dem eigentlichen Film vorgeschaltet sind. Ebenfalls werden alle 10 Minuten und beim vor- und zurückspringen innerhalb des Streams Werbefilme eingeblendet. Dies kann den Benutzer im ersten Moment verwirren, da nicht ersichtlich ist, ob der Film nun von vorne startet oder die Werbepause nur zum Buffern benötigt wird. In einem Bild-in-Bild Ausschnitt könnte Einzelbilder, eine Vorschau des Streams oder ein Hinweis auf das Buffern angezeigt werden.

User Experience muss nachgebessert werden

Ebenfalls verbesserungswürdig ist die User Experience (UX) im Vollbildmodus des Players. Ich persönlich nutze den Vollbildmodus meist aus einer etwas größeren Distanz auf einem großen Monitor mit hoher Auflösung und einer kabellosen Maus zur Steuerung. Gerade aus einer Entfernung von mehr als einem Meter sind die Buttons kaum noch nutzbar. Hier würde eine Steuerung hilfreich sein, die sich in gut erkennbarer Größe (ähnlich dem Windows Media Center) leicht transparent über das Videobild legt und die Bedienung somit erleichtert. Im Vollbildmodus ist die Kantenglättung standardmässig deaktiviert. Das entlastet einerseits ältere weniger leistungsstarke Rechner, andererseits hätte der “Hi”-Button, der die Kantenglättung aktiviert etwas prominenter dargestellt werden können. Hier muss MSN Movies nachbessern.

Fazit: Guter Anfang gegen illegale Streaming-Angebote

Als angenehm haben wir die sehr gute Qualität und hohe Geschwindigkeit der Streams empfunden. Diese beiden Punkte sowie die kostenlose Verfügbarkeit weiterer Filme könnten dem Portal in Zukunft einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber illegalen Streamingseiten wie Kino.to verschaffen.

Insgesamt stehen wir dem Angebot Microsofts sehr positiv gegenüber. Ein, wenn auch kleiner und z.T. noch verbesserungswürdiger, Schritt in die Richtung der Nutzerwünsche. Aber ein anfang ist gemacht.

Weitere Informationen
MSN Movies
YouTube zeigt MGM-Filme

RIAA verklagt Nutzer von Internet2

Der US-Musikverband Recording Industry Association of America (RIAA) hat am Dienstag eine Klage gegen 405 Studenten aus 18 Universitäten eingereicht. Der Vorwurf: Die Studenten sollen über Internet2 und das Programm “i2hub” mehrere Tausend Musikstücke und Filme miteinander getauscht haben.

Internet2 ist eigentlich dafür gedacht, dass Forscher schneller Daten miteinander austauschen können, als über das herkömmliche Internet. Die Studenten sollen es laut der RIAA dafür benutzt haben, um mittels der Software binnen weniger Sekunden Songs und innerhalb von fünf Minuten ganze Filme über die Leitung rauschen zu lassen.

In besonderem Maße hat die RIAA dabei die verwendete Software im Visier. De Studenten hätten, so der RIAA-Präsident Cary Sherman, geglaubt, dass I2hub die Möglichkeit böte, über eine sichere Zone urheberrechtlich geschützte Dateien zu tauschen. “Wir wollten diese falsche Vorstellung korrigieren. Wenn man im Internet ist, dann gibt es keine echte sichere Zone für Gesetzlosigkeit”, so Sherman.

Die Software Ihub wurde an der University of Massachusetts-Amherst entwickelt. Die Entwickler betonen in einer Mitteilung , dass die Software eigentlich nicht für den Austausch von illegalen Dateien konzipiert sei. Sherman räumt ein, dass die Software für legale Zwecke nutzbar ist, schränkt aber ein: “Man sieht nicht viele Kopien der Bibel oder der Arbeiten von Shakespeare, die getauscht werden würden.”

Die Namen der Studenten sind der RIAA nicht bekannt. Die Klage wurde daher, wie in solchen Fällen üblich, gegen “John Does” eingereicht. Vor Gericht will der Verband die Herausgabe der IP-Adressen erzwingen, um so an die Namen der Studenten zu gelangen.

Betroffen sind insgesamt 18 US-Universitäten, darunter auch das Massachusetts Institute of Technology (MIT), Harvard University und Princeton University. Mit den neuen Klagen hat die RIAA mittlerweile mehr als 9000 Verfahren gegen Nutzer von Tauschbörsen an Universitäten eingereicht.

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