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Label benutzte Raubkopien
Sony BMG spricht ständig darüber, wie wichtig der Respekt ‘geistigen Eigentums’ ist. Daher haben sie ihre CDs sogar mit Rootkit ausgeliefert, ein verstecktes Programm das den Konsumenten vom Kopieren abhalten soll.
Allerdings hat das Label in seiner Firma selbst unlizensierte Software benutzt. Bei einer Supportanfrage teilte ein Angestellter von Sony seinen Serial mit - der leider nicht ordnungsgemäß erworben wurde. Daraufhin durchsuchte man die Firma, 4 Server liefen mit ‘Raubkopien’.
Die Durchsuchung ergab außerdem, dass etwa die Hälfte der benutzten Programme illegal installiert wurden. Deshalb wird Sony BMG nun selbst erfahren, wie es ist, wegen Urheberrechtsverletzung verklagt zu werden.
Keine Akteneinsicht für Abmahner
Mit der Zeit sinkt bei den Staatsanwaltschaften die Bereitschaft, von der Musikindustrie benutzt zu werden. Diese überzieht tausende Menschen mit lästigen Abmahnungen, um ein schlechtes Gewissen zu verbreiten.
Es werden dabei aber unnötig Ressourcen verschwendet um wichtigeren Dingen nachzugehen, und das nur weil die Musikindustrie mit ihren eigenen Problemen nicht fertig wird. Das ständige Ermitteln gegen normale Bürger wurde langsam lächerlich.
Die Staatsanwaltschaften von Duisburg und Wuppertal lehnen deshalb seit kurzem die Ermittlung gegen Tauschbörsianer kategorisch ab. Die Vertreter der Industrie leiten eine Ermittlung meistens nämlich nur ein, um dann mit gewonnenen Personendaten zivilrechtlich abmahnen zu können.
Jetzt verweigert die Staatsanwaltschaft Saarbrücken auch die Einsicht in Ermittlungsakten durch die Tonträgerhersteller. Die Geheimhaltung der persönlichen Daten sei nämlich schutzwürdiger als die Interessen der Industrie. Eine aufgezeichnete IP ist außerdem kein hinreichender Tatverdacht.
Mit diesen Beschlüssen folgen die Staatsanwaltschaften ähnlichen Entscheidungen. So bezeichnete die StA Offenburg bereits im Juli 2007 die Nutzung von Tauschbörsen als Bagatellkriminalität und erachtete die Ermittlung der Personendaten daher für offensichtlich unverhältnismäßig.
Quelle: Ory.de
Sarkozy will Filesharern Internet kappen
Die Regierung hat zusammen mit Vertretern der Musik- und Filmindustrie sowie den Internet-Providern eine Vereinbarung unterzeichnet um in Zukunft härter gegen Filesharer vorzugehen.
Eine Behörde soll das Internet überwachen und verdächtige Benutzer genauer untersuchen - handelt es sich um Individuen, die urheberrechtlich geschütztes Material tauschen, dann bekommen sie eine Verwarnung per e-Mail. Sollten sie zum dritten mal auffallen, so wird ihnen der Internetzugang zeitweise oder auch auf Dauer entzogen.
Außerdem wurden die Gesetze verschärft und es könnten beim Provider Filtertechniken zum Einsatz kommen.
Als Gegenzug sollen Kinofilme etwas früher auf DVD erhältlich sein und die Music-Stores auf das einschränkende DRM verzichten.
Limewire scheitert mit Gegenklage
Ein us-amerikanisches Gericht hat dem Antrag von 13 Plattenlabels stattgegeben, die Klage der Lime Group abzuweisen. Der Hersteller von Limewire hatte Ende 2006 eine Gegenklage eingereicht. Lime Group beschuldigte die Musiklabels unter anderem der Absprache zum Nachteil der Verbraucher.
Weitere Informationen
Limewire
AllofMp3.com offline
Lange Zeit war AllofMp3.com ein Dorn im Auge internationaler Medienverbände. Auf der Seite konnten MP3-Dateien für ein paar Cent gekauft werden, allerdings waren diese nicht korrekt lizensiert.
Jetzt ist der Server offline.
AllofMp3.com wurde von der Firma MediaServices in Moskau betrieben. Da es in Russland keinen Schutz internationaler Urheberrechte gab, war das Unternehmen dort rechtmäßig - allerdings haben sich Käufer aus aller Welt in dem Musicstore bedient. Der Betreiber zahlte zwar eine allgemeine Abgabe an die ,Russian royalty collection firm´, die internationalen Unternehmen bekamen aber nichts.
Obwohl der Server rechtlich in Russland stand, war der Zugriff auch ohne Probleme direkt von Europa oder Amerika möglich, wodurch das ganze Problem nicht nur in Russland blieb sondern sofort vor die eigene Haustür kam. Nachdem der Server nach vielen Versuchen immer noch online war, hat die IFPI zum einen die Bezahlung per Visa oder Mastercard unmöglich gemacht, indem man AllofMp3.com den Kartenbetreibern meldete. Zum anderen wurde von Providern der Zugriff auf ISP Level blockiert.
Doch jetzt ist der Schrecken der Medienindustrie anscheinend offline gegangen. Während in Russland im Laufe der letzten Jahre allmählich die Piraterie physikalischer Datenträger auf der Straße und auf Märkten stark zurückging, scheinen jetzt auch Stores im Internet geschlossen zu werden. Ein ehemaliger Mitarbeiter sagte, dass AllofMp3.com von der russischen Regierung geschlossen wurde. Die Regierung hat offiziell noch keine Angaben gemacht, aber der Server bleibt unerreichbar.
Da die Regierung schon oftmals wegen der illegalen Presswerke und Internetdienste wie AllofMp3.com kritisiert wurde, jedoch Interesse an einer Teilnahme in der WTO und im internationalen Geschehen hat, war es wichtig, das ,ernsthafte Problem´ zu beseitigen.
AllofMp3.com kann als Beispiel dafür genommen werden, dass viele Benutzer dazu bereit sind für Musik zu bezahlen, wenn der Preis stimmt und keine störenden Schutzmechanismen eingebaut werden. Es war in vielen Bereichen populärer als iTunes. Der Schwesterstore der gleichen Firma, genannt Mp3Sparks.com, ist allerdings noch online.
MP3flat.com ist offline
Kurzmeldung: Wie Heise eben vermeldet, ist der Onlineradiorekorder MP3flat.com mit seiner Seite offline gegangen.
Quelle: Heise.de
BGH untersagt Online-Durchsuchungen durch das BKA
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschied heute, dass heimliche Online-Durchsuchungen durch Polizei-Trojaner nicht erlaubt sind. Die Strafprozessordnung decke diese Art der Durchsuchung der auf dem Computer gespeicherten Daten eines Beschuldigten nicht.
Damit sind die Pläne, was den Einsatz von Trojanern angeht, vorerst vom Tisch. Bisher wurde die Bespitzelungssoftware genutzt, um Mail-Verkehr oder Bewegungen im Internet von kriminellen Banden zu überwachen. Bundesinnenminister Schäuble forderte kurz nach der Bekanntgabe des Urteils die rasche Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für die Online-Durchsuchung. Ins gleiche Horn stößt die Gewerkschaft der Polizei, diese möchte Behinderungen durch Datenschutz beseitigen. Datenschützer und Opposition forderten ein Ende der Pläne.
Quelle:
Heise.de: Schäuble heizt nach BGH-Urteil Debatte um Online-Durchsuchung an
GEMA: einstweilige Verfügung gegen Usenext
Vor wenigen Tagen bereits konnte die GEMA eine einstweilige Verfügung gegen die Dateitauschdienste www.rapidshare.de und www.rapidshare.com erwirken. Nun ist der Binary Usenetprovider UseNext ins Visier der Rechteverwerter geraten. Die GEMA sieht in dem Dienst Usenext das Urheberrecht an durch ihr verwerteten Werken verletzt.
Der Münchener Betreiber von UseNeXT hat gegen die von der GEMA erwirkte einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg nach eigenen Angaben bereits Widerspruch eingelegt.
muslix64: Nach HD-DVD nun Blu-Ray geknackt
Kurz nachdem mit BackupHDDVD ein erstes Tool aufgetaucht war, um von verschlüsselten HD-DVDs Sicherheitskopien anzufertigen, hat der Entwickler muslix64 ein weiteres Programm veröffentlicht. Diesmal trifft es den HD-DVD-Konkurrenten Blu-Ray. Dieser hatte um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen im direkten Vergleich mit der HD-DVD immer wieder auf die besseren Sicherheits- und DRM-Mechanismen der Blu-Ray-Disc verwiesen.
Weitere Informationen:
doom9
IsoHunt geht aus Kanada online
Nachdem der bekannte Tracker IsoHunt einige Tage offline war, ist die Seite jetzt über einen kanadischen Provider wieder online gegangen. Nach dem Wechsel IsoHunts zu einem amerikanischen Provider war die Seite offline genommen worden. Die Betreiber des Trackers machten die MPAA für diese Aktion verantwortlich.
Die Torrentsuche scheint bereits wieder in Ordnung zu sein, die Betreiber weisen allerdings darauf hin, dass der komplette Index noch nicht wiederhergestellt werden konnte.
Weitere Informationen:
Forumsmeldung: IsoHunt ist down
IsoHunt Pressemeldung: No place like home
Gulli.com














