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Kulturflatrate wird auf der Isle of Man in England eingeführt - legales Filesharing wird damit die Tür geöffnet
Kulturflatrate wird auf der Isle of Man in England eingeführt - legales Filesharing wird damit die Tür geöffnet
Die Isle of Man in England steht unter der Krone Queen Elizabeth II und soll eine Kulturflatrate für die knapp 80 000 Einwohner bekommen. Sollten die Einwohner P2P und Filesharing begeistert sein und einen Breitbandanschluss haben, so wird darauf in Zukunft eine Kulturflatrate incl. Pauschale erhoben und man darf sich anschließend in den vorhandenen Tauschbörsen wie eMule, Torrent oder Gnutella nach Herzenslust bedienen. Diesen Vorschlag machte ein Regierungsvertreter der Isle of Man. Er sagte:
“Es wird uns sowieso nicht gelingen, die Piraterie zu stoppen. Also lasst uns was Gutes draus machen.”
Quelle: Golem
Firefox Add-On “Pirates of the Amazon” offline
Nur einen Tag nach der Vorstellung auf Torrentfreak ist das Browser-Add-On “Pirates of the Amazon” wieder Offline. Die Erweiterung für Mozilla Firefox zeigt bei Suchtreffern auf der Webseite von Amazon.com einen Link auf Torrent-Dateien, die ebenfalls über Bittorrent angeboten werden.
Nach Aussagen der Entwickler der Firefox-Extension “Pirates of the Amazon” wurde das Tool gestern auf die Aufforderung von Amazons Anwälten wieder von der Webseite entfernt. Die XPI-Datei lässt sich laut einem Bericht auf Heise anscheinend an anderen Stellen im Web weiterhin herunterladen und installieren.
Weitere Informationen
Offizielle Webseite: “Pirates of the Amazon”
Torrentfreak: Firefox Pirates Take Over Amazon
Heise: Browser-Erweiterung “Pirates of the Amazon” vom Netz
Bundestagsabgeordneter lässt Wikipedia.de sperren [Update]
Der Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann (Die Linke) hat gegen den Verein Wikimedia Deutschland e.V. eine einstweilige Verfügung erwirkt. Dem Verein, der die Seite wikipedia.de betreibt, wird darin untersagt, die deutsche Portalseite auf de.wikipedia.org weiterzuleiten. Die Enzyklopädie selbst ist von der einstweiligen Verfügung nicht betroffen und weiterhin laut wikipedia.de unter de.wikipedia.org erreichbar.
In einem Gespräch mit Heise Online bestätigte Heilmann die Berichte. “In dem Artikel standen falsche Tatsachenbehauptungen, die geeignet sind, meinen Ruf zu schädigen,” sagte Heilmann dem Branchendienst auf Anfrage. Der Jurist habe daher neben der Klage gegen den Verein Wikimedia Deutschland e.V. auch Strafantrag gegen drei Autoren der kostenfreien Enzyklopädie gestellt.
Weitere Informationen
Deutsche Wikipedia bei wikipedia.org
Eintrag über Lutz Heilmann in der deutschen Wikipedia
Webseite der Partei “Die Linke”
Heise-Artikel
TorrentValley Raid
Neuestes Opfer im Kampf der Filesharingszene vs. Musikindustrie ist die Bittorrentseite TorrentValley. Einem Bericht von Torrentfreak wurden die Server von einer Cyber Crime Einheit bulgarischen Behörden beschlagnahmt und die Seite geschlossen.
TorrentValley ist das letzte Beispiel aus einer Serie übergreifender Zusammenarbeit zwischen nationalen Behörden und den jeweiligen Außenstellen der Musikindustrie im Kampf gegen sogenannte “Raubkopierer”. Ermittler der Bulgarian Association of Musical Producers (BAMP) händigten den bulgarischen Behörden Beweismittel aus, welche die Server beschlagnahmten und die Seite schlossen.
Rapidshare: Uploads sollen kontrolliert werden
Laut einem Bericht von Winfuture arbeitet der Filehoster Rapidshare momentan an einem Kontrollmechanismus, welcher bereits beim Upload der Datei erkennen soll, ob diese urheberrechtlich geschützt sind. Damit reagiert man offensichtlich auf ein Gerichtsurteil des Oberlandesgerichts Hamburg aus dem Oktober.
“Entweder müsse man sofort beim Hochladen die Dateien auf mögliche Verletzungen des Urheberrechts überprüfen, oder die Identität der Uploader, also IP-Adresse und Nutzername, müssten erfasst und gespeichert werden um Wiederholungstäter zu einem späteren Zeitpunkt ausmachen zu können.”
Quelle: Winfuture
Update 26. Oktober 2008:
RapidShare wird Uploads nicht kontrollieren
“160 Millionen Dateien wurden bereits bei RapidShare hochgeladen. Eine Zahl, die beweist, dass die Welt auf das Bewegen von wichtigen Daten von A nach B angewiesen ist. Eine Zahl, die beweist, dass RapidShare mit seiner Einfachheit und Schnelligkeit auch Benutzer anspricht, die keine Computerexperten sind.
RapidShare ist die erste Technologie der Welt, die das Verschicken von großen Dateien so einfach, so schnell und so sicher gemacht hat. Daten bleiben bei Bedarf beliebig lang gespeichert, können weltweit abgerufen werden, sind streng geheim nur dem Benutzer zugänglich, der die Kopie angefertigt hat, oder können hunderttausenden Leuten einfach und schnell zugänglich gemacht werden. Mit mehreren Milliarden Seitenaufrufen pro Tag wissen wir, dass wir als Vorreiter dieser Technologie den Weg erst noch ebnen müssen. Uns ist bewusst, dass wir damit eine große Verantwortung tragen. Hätte es beispielsweise vor der Erfindung des Fotokopierers vor 70 Jahren schon Gesetze gegeben, die eine absolute Kontrolle aller Kopien vorgeschrieben hätten, wären diese Geräte wahrscheinlich niemals in den freien Handel gekommen. Wir setzen deshalb alles daran, dass diese neue Technologie, die noch als zartes Pflänzchen bezeichnet werden muss, aber heute schon hunderte Millionen Menschen täglich aufs Neue begeistert, uns auch in Zukunft begleiten und unser Leben erleichtern wird.
Was uns in der heutigen Zeit ganz besonders wichtig ist, ist die Sicherheit persönlicher Daten. Deshalb werden wir die von unseren Kunden vertrauensvoll gespeicherten Daten weder heute noch in Zukunft ausspionieren. Wir wollen kein “Kontrollnet” und garantieren Ihnen, dass Ihre Daten bei uns sicher aufgehoben sind und von niemandem ausser Ihnen eingesehen werden können, solange Sie den erhaltenen Download-Link nicht verteilen. Natürlich ist RapidShare gegen die Verbreitung illegaler Dateien und sobald wir von illegaler Verbreitung Kenntnis erhalten, werden diese Dateien gelöscht und auf einen Filter gesetzt. Aber die generelle Kontrolle von Uploads kommt bei uns nicht in Frage, weil wir Datenschutz gerade in der heutigen Zeit extrem gross schreiben.”
Quelle: RapidShare
Weitere Informationen
Rapidshare: Uploads sollen kontrolliert werden
RapidShare wird Uploads nicht kontrollieren
Urteil v. 02.07.2008 - Az.: 5 U 73/07 - Haftung von Rapidshare IV
Telekom Austria gibt Nutzerdaten an Porno-Industrie weiter
Laut einem Bericht des Branchendienstes Heise Online gibt die Telekom Austria der Porno-Industrie Auskunft welche Kunden zu welchem Zeitpunkt welche IP-Adresse genutzt haben.
Heise bezieht sich in seiner Berichterstattung auf eine Vorveröffentlichung des Nachrichtenmagazins “Format“, welches in der kommenden Freitag erscheinenden Ausgabe darüber berichtet.
Laut “Format” erhalten Telekom-Austria-Kunden Anwaltsschreiben, in denen sie zu Zahlungen für angebliche Urheberrechtsverletzungen aufgefordert werdn. Betroffen sind Kunden, über deren Anschluß eMule zur Übertragung von Pornovideos genutzt worden sein soll. Bisher ist ungeklärt, ob die Telekom Austria die Kundendaten überhaupt weitergeben darf.
Weitere Informationen
Heise Online: Telekom Austria verrät Nutzerdaten an Porno-Industrie
torrent.to offline
Das allseits bekannte Portal ist nicht mehr zu erreichen. Die GVU hat dies zusammen mit der niederländischen Schwesterorganisation BREIN erreicht.
In einem zivilrechtlichen Verfahren wurde Euroaccess dazu gezwungen, die Seite vom Netz zu nehmen und Daten der Betreiber herauszugeben.
Dies ist die letzte Nachricht von tto:
Liebe Torrent.to Fangemeinde,
auf Grund einiger tiefgreifender Änderungen am Skript, befinden sich noch einige Funktionen im Wartungsmodus. Wir möchten uns an dieser Stelle für die Ausfälle entschuldigen. Alles sollte aber im Laufe dieser Woche wieder vollständig online und Dank des Umbaus besser und schneller denn je sein!
Grüße, eure Torrent.to Crew !
Wie üblich sollten die Benutzer mit dieser “Lüge” bei Laune gehalten werden und wurden nicht über die Geschehnisse informiert.
Die Vermutung liegt nahe, dass die Seite seit längerem rein kommerziell geführt wird - mit Werbung lässt sich Geld verdienen. Dabei wirken sich rechtliche Unsicherheiten seitens der User nicht gut auf die Besucherzahlen aus.
Scheinbar versuchen nun auch andere Portale ihren Standort zu wechseln. Sowohl Saugstube als auch Goldesel ziehen gerade nach Moskau um. Vor Abmahnungen gegen die Benutzer schützt dies allerdings nicht.
Weitere Informationen
Pressemeldung: gvu.de
Urteil gegen “Gratis”-Dienste rechtskräftig
Nach dem rechtskräftigen Urteil des österreichischen Obersten Gerichtshofs (OGH) gegen die schweizerische IS Internet Service AG (vormals Xentria) darf das Unternehmen österreichische User auf ihren Webseiten nicht mehr damit locken, dass die von ihr online angebotenen Dienste, u.a. SMS-Dienste, Gewinnspiele und Lebenserwartungsberechnungen, kostenlos seien.
Laut Gericht wurde dabei der Eindruck vermittelt, dass die Dienste gratis für den Nutzer seien, da nur im Kleingedruckten auf die Kosten hingewiesen wurde. Nur durch Kündigung innerhalb eines kurzen Testzeitraums konnte man die Angebote gratis nutzen.
Weitere Informationen
Quelle: Heise.de
Mitglied von Elitetorrents schuldig gesprochen
EliteTorrents war ein privates Torrentportal mit hochrangigen Mitgliedern. Die Betreiber hatten unter anderem die Veröffentlichung von Star Wars III auf ihrem Portal zu verantworten, 12 Stunden vor Kinostart.
Bald darauf haben das FBI und das ICE (Homeland Security) die Seite im Rahmen der Operation D-Elite offline genommen und 10 Durchsuchungsbefehle ausgeführt.
Seit damals laufen die Prozesse. Sieben der Betreiber sind schon verurteilt - viele haben ihre Schuld gestanden und mussten ins Gefängnis.
Jetzt ist ein weiterer Kollege von den Geschworenen für schuldig gesprochen worden. Es wurden Beweise aufgeführt, nach welchen der Angeklagte andere Uploader rekrutierte und diese über schnelle Server mit Schwarzkopien versorgte (vermutlich um eine starke Infrastruktur für die Verteilung aufzubauen).
Hier eine Übersicht der bisherigen Fälle:
1. Grant T. Stanly - 23 5 Monate, $3,000 2. ? 3. Scott McCausland - 24 5 Monate 4. ? 5. Sam Kuonen - 24 up to 5 years / $250,000 6. Scott D. Harvanek - 22 up to 5 years / $250,000 7. An Duc Do - 25 up to 10 years / $500,000 8. Daniel Dove - 26 up to 10 years
Daniel Dove wird im September vor Gericht kommen.
EliteTorrents war damals einer der besten und schnellsten Tracker. Er hatte etwas über 125.000 Mitglieder und verteilte etwa 700 Filme, die 1,1 Mio. mal heruntergeladen wurden. Es war ein geschlossenes Portal, d.h. alle Benutzer hatten einen Account, mit dem sie identifizierbar waren. Bisher ist man nicht gegen die Benutzer vorgegangen.
Quelle: usdoj.gov
Torrentspy verurteilt
Torrentspy, eine Indexseite für Torrents, ist von der amerikanischen Filmindustrie vernichtet worden. Dieser war die Seite ein Dorn im Auge, da es über sie möglich war, copyright geschützte Filme zu beziehen.
Die Betreiber sollen jetzt insgesamt $110 Mio. bezahlen, und natürlich den Betrieb der Seite einstellen.
Schon vor längerer Zeit waren die Betreiber mit den Rechteinhabern in Verhandlung getreten. Der Workprint von Star Wars III war zum Beispiel auf der Seite gelandet, wurde dann aber wieder entfernt. Ebenso verlief es bei Grand Theft Auto: St Andreas und Wrestlemania 23.
Die Leiter der Seite hatten der Filmindustrie sogar eine Software angeboten, um unrechtmäßige Torrents zu entfernen. Leider half auch das nichts; die MPAA (amerikanische Filmindustrie) ließ nicht locker.
Sie spionierte die Crew aus, teilweise auch gegen Bezahlung, und verlangte von den Betreibern, dass sie alle Logs über ihre Benutzer herausgeben. Torrentspy weigerte sich, und blockierte stattdessen den Zugang für Bürger aus den USA.
Laut Richter haben die Betreiber zu Piraterie verleitet, diese gefördert und indirekt erlaubt. Auf den Servern waren nur Metadaten verfügbar, es wurden keine Raubkopien vorrätig gehalten.
Weitere Informationen
mpaa.org
Torrentspy














