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Nur eingeschränkte Abschreckung durch Androhung von Netzsperren
Immer wieder wird in Politik und Kultur über das Thema Netzsperre bei Illegalen Downloads disskutiert. Nach einem französischem Konzept sollen “Piraten”, die sich wiederholt illegal Musik aus dem Internet gedownloadet haben der Internetzugang gesperrt werden. Man geht dabei nach folgendem Muster vor:
Nach zweimaliger Verwarnung erfolgt eine Netzsperre für die “Piraten” – ein Konzept, das die französische Kulturministerin Christine Albanel zum Auftakt der Messe erneut verteidigte.
Verschiedene Menschen wurden daraufhin in einer Umfrage aufgefordert ihre Meinung zum Thema Musikdownloads und illegale Tätigkeiten mitzuteilen. Dabei kam u.a. herraus, dass es 37 % von 1300 Leuten egal sei, ob man ihnen den Internetzugang abstelle oder nicht. Der große Kern der Filesharer bleibt hart, wenn es um ihre geliebten Downloads geht - man kann sie nicht abhalten Musik aus dem Netz zu saugen und zahlen wollen sie auch nicht.
Quelle: Golem.de
MSN Movies zeigt Kinofilme kostenlos
MSN hat heute seinen Dienst “MSN Movies” gestartet. Das neue Videoportal bietet in Zusammenarbeit mit vod_box Kinofilme als kostenlose Streamingvideos an – besonders ist jedoch, dass sich das Angebot im Gegensatz zu Youtube (YouTube zeigt MGM-Filme) auch an Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz richtet. Obwohl es sich bei dem kostenlosen Angebot weitgehend um unbekannte Kinofilme handelt, befinden sich darunter auch einige Blockbuster wie “American History X”, “Good Will Hunting”, “Delicatessen” oder “Blade”. Ebenfalls werden einige ältere TV-Serien und Animationsfilme kostenlos gestreamt.
Interaktive Werbung vor und während des Films
Finanzieren soll sich MSN Movies über interaktive Flashfilme, die dem eigentlichen Film vorgeschaltet sind. Ebenfalls werden alle 10 Minuten und beim vor- und zurückspringen innerhalb des Streams Werbefilme eingeblendet. Dies kann den Benutzer im ersten Moment verwirren, da nicht ersichtlich ist, ob der Film nun von vorne startet oder die Werbepause nur zum Buffern benötigt wird. In einem Bild-in-Bild Ausschnitt könnte Einzelbilder, eine Vorschau des Streams oder ein Hinweis auf das Buffern angezeigt werden.
User Experience muss nachgebessert werden
Ebenfalls verbesserungswürdig ist die User Experience (UX) im Vollbildmodus des Players. Ich persönlich nutze den Vollbildmodus meist aus einer etwas größeren Distanz auf einem großen Monitor mit hoher Auflösung und einer kabellosen Maus zur Steuerung. Gerade aus einer Entfernung von mehr als einem Meter sind die Buttons kaum noch nutzbar. Hier würde eine Steuerung hilfreich sein, die sich in gut erkennbarer Größe (ähnlich dem Windows Media Center) leicht transparent über das Videobild legt und die Bedienung somit erleichtert. Im Vollbildmodus ist die Kantenglättung standardmässig deaktiviert. Das entlastet einerseits ältere weniger leistungsstarke Rechner, andererseits hätte der “Hi”-Button, der die Kantenglättung aktiviert etwas prominenter dargestellt werden können. Hier muss MSN Movies nachbessern.
Fazit: Guter Anfang gegen illegale Streaming-Angebote
Als angenehm haben wir die sehr gute Qualität und hohe Geschwindigkeit der Streams empfunden. Diese beiden Punkte sowie die kostenlose Verfügbarkeit weiterer Filme könnten dem Portal in Zukunft einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber illegalen Streamingseiten wie Kino.to verschaffen.
Insgesamt stehen wir dem Angebot Microsofts sehr positiv gegenüber. Ein, wenn auch kleiner und z.T. noch verbesserungswürdiger, Schritt in die Richtung der Nutzerwünsche. Aber ein anfang ist gemacht.
Weitere Informationen
MSN Movies
YouTube zeigt MGM-Filme
Premiere aktiviert neue Verschlüsselung
Bereits vor einigen Monaten hatte der Bezahlfernsehsender Premiere mit einer Umtauschaktion der für den Empfang notwendigen SmartCards begonnen. Heute hat der Pay-TV-Sender Premiere das Programm vollständig (und ersatzlos) auf die neuen Verschlüsselungssysteme Nagravision und NDS Videoguard umgeschaltet.
Modifizierte Digital-Receiver und (aus Sicht Premieres) nicht erlaubte Geräte, die zur Umgehung des alten Verschlüsselungssystems genutzt werden konnten, sind nun unbrauchbar. Der letzte Schritt ist eine weitere Maßnahme von Premiere im Kampf gegen Schwarzseher. Der Pay-TV-Sender zeigt sich zuversichtlich, dass die jetzt eingesetzten Verschlüsselungstechnologien Angriffsversuchen weitaus länger standhalten werden als es die jetzt ausgetauschten Systeme taten.
YouTube zeigt MGM-Filme
Medienberichten zufolge sind Googles YouTube und das Filmstudio Metro Goldwyn Meyer (MGM) eine Partnerschaft eingegangen, die es den Nutzern von Youtube künftig erlaubt, ausgewählte Filme und Serien von MGM in voller Länge zur Verfügung zu stellen. Zur Finanzierung des Projekts soll MGM unter anderem an Werbeeinnahmen beteiligt werden.
Telekom Austria gibt Nutzerdaten an Porno-Industrie weiter
Laut einem Bericht des Branchendienstes Heise Online gibt die Telekom Austria der Porno-Industrie Auskunft welche Kunden zu welchem Zeitpunkt welche IP-Adresse genutzt haben.
Heise bezieht sich in seiner Berichterstattung auf eine Vorveröffentlichung des Nachrichtenmagazins “Format“, welches in der kommenden Freitag erscheinenden Ausgabe darüber berichtet.
Laut “Format” erhalten Telekom-Austria-Kunden Anwaltsschreiben, in denen sie zu Zahlungen für angebliche Urheberrechtsverletzungen aufgefordert werdn. Betroffen sind Kunden, über deren Anschluß eMule zur Übertragung von Pornovideos genutzt worden sein soll. Bisher ist ungeklärt, ob die Telekom Austria die Kundendaten überhaupt weitergeben darf.
Weitere Informationen
Heise Online: Telekom Austria verrät Nutzerdaten an Porno-Industrie
Urteil gegen “Gratis”-Dienste rechtskräftig
Nach dem rechtskräftigen Urteil des österreichischen Obersten Gerichtshofs (OGH) gegen die schweizerische IS Internet Service AG (vormals Xentria) darf das Unternehmen österreichische User auf ihren Webseiten nicht mehr damit locken, dass die von ihr online angebotenen Dienste, u.a. SMS-Dienste, Gewinnspiele und Lebenserwartungsberechnungen, kostenlos seien.
Laut Gericht wurde dabei der Eindruck vermittelt, dass die Dienste gratis für den Nutzer seien, da nur im Kleingedruckten auf die Kosten hingewiesen wurde. Nur durch Kündigung innerhalb eines kurzen Testzeitraums konnte man die Angebote gratis nutzen.
Weitere Informationen
Quelle: Heise.de
Mitglied von Elitetorrents schuldig gesprochen
EliteTorrents war ein privates Torrentportal mit hochrangigen Mitgliedern. Die Betreiber hatten unter anderem die Veröffentlichung von Star Wars III auf ihrem Portal zu verantworten, 12 Stunden vor Kinostart.
Bald darauf haben das FBI und das ICE (Homeland Security) die Seite im Rahmen der Operation D-Elite offline genommen und 10 Durchsuchungsbefehle ausgeführt.
Seit damals laufen die Prozesse. Sieben der Betreiber sind schon verurteilt - viele haben ihre Schuld gestanden und mussten ins Gefängnis.
Jetzt ist ein weiterer Kollege von den Geschworenen für schuldig gesprochen worden. Es wurden Beweise aufgeführt, nach welchen der Angeklagte andere Uploader rekrutierte und diese über schnelle Server mit Schwarzkopien versorgte (vermutlich um eine starke Infrastruktur für die Verteilung aufzubauen).
Hier eine Übersicht der bisherigen Fälle:
1. Grant T. Stanly - 23 5 Monate, $3,000 2. ? 3. Scott McCausland - 24 5 Monate 4. ? 5. Sam Kuonen - 24 up to 5 years / $250,000 6. Scott D. Harvanek - 22 up to 5 years / $250,000 7. An Duc Do - 25 up to 10 years / $500,000 8. Daniel Dove - 26 up to 10 years
Daniel Dove wird im September vor Gericht kommen.
EliteTorrents war damals einer der besten und schnellsten Tracker. Er hatte etwas über 125.000 Mitglieder und verteilte etwa 700 Filme, die 1,1 Mio. mal heruntergeladen wurden. Es war ein geschlossenes Portal, d.h. alle Benutzer hatten einen Account, mit dem sie identifizierbar waren. Bisher ist man nicht gegen die Benutzer vorgegangen.
Quelle: usdoj.gov
Torrentspy verurteilt
Torrentspy, eine Indexseite für Torrents, ist von der amerikanischen Filmindustrie vernichtet worden. Dieser war die Seite ein Dorn im Auge, da es über sie möglich war, copyright geschützte Filme zu beziehen.
Die Betreiber sollen jetzt insgesamt $110 Mio. bezahlen, und natürlich den Betrieb der Seite einstellen.
Schon vor längerer Zeit waren die Betreiber mit den Rechteinhabern in Verhandlung getreten. Der Workprint von Star Wars III war zum Beispiel auf der Seite gelandet, wurde dann aber wieder entfernt. Ebenso verlief es bei Grand Theft Auto: St Andreas und Wrestlemania 23.
Die Leiter der Seite hatten der Filmindustrie sogar eine Software angeboten, um unrechtmäßige Torrents zu entfernen. Leider half auch das nichts; die MPAA (amerikanische Filmindustrie) ließ nicht locker.
Sie spionierte die Crew aus, teilweise auch gegen Bezahlung, und verlangte von den Betreibern, dass sie alle Logs über ihre Benutzer herausgeben. Torrentspy weigerte sich, und blockierte stattdessen den Zugang für Bürger aus den USA.
Laut Richter haben die Betreiber zu Piraterie verleitet, diese gefördert und indirekt erlaubt. Auf den Servern waren nur Metadaten verfügbar, es wurden keine Raubkopien vorrätig gehalten.
Weitere Informationen
mpaa.org
Torrentspy
Label benutzte Raubkopien
Sony BMG spricht ständig darüber, wie wichtig der Respekt ‘geistigen Eigentums’ ist. Daher haben sie ihre CDs sogar mit Rootkit ausgeliefert, ein verstecktes Programm das den Konsumenten vom Kopieren abhalten soll.
Allerdings hat das Label in seiner Firma selbst unlizensierte Software benutzt. Bei einer Supportanfrage teilte ein Angestellter von Sony seinen Serial mit - der leider nicht ordnungsgemäß erworben wurde. Daraufhin durchsuchte man die Firma, 4 Server liefen mit ‘Raubkopien’.
Die Durchsuchung ergab außerdem, dass etwa die Hälfte der benutzten Programme illegal installiert wurden. Deshalb wird Sony BMG nun selbst erfahren, wie es ist, wegen Urheberrechtsverletzung verklagt zu werden.
Nine Inch Nails Ghosts I - IV kostenlos zum Download
Nine Inch Nails “Ghosts” lässt sich nun bei archive.org in kompletter Länge und diversen Formaten, darunter FLAC, MP3 und Ogg Vorbis, legal und kostenlos downloaden. Die 36 Titel von NIN Ghosts I-IV sind unter einer Creative Commons Attribution Non-Commercial Share Alike license verfügbar und können somit unter Angabe des Urhebers frei für eigene Remixes verwendet werden.
Trent Reznor erklärt, warum sich die Band zu diesem Schritt entschieden hat:
“[...] I’ve been considering and wanting to make this kind of record for years, but by its very nature it wouldn’t have made sense until this point. This collection of music is the result of working from a very visual perspective - dressing imagined locations and scenarios with sound and texture; a soundtrack for daydreams. I’m very pleased with the result and the ability to present it directly to you without interference. I hope you enjoy the first four volumes of Ghosts.”
Weitere Informationen
Nine Inch Nail - Ghosts I - IV Download
CC Attribution Non-Commercial Share Alike license














