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Premiere aktiviert neue Verschlüsselung
Bereits vor einigen Monaten hatte der Bezahlfernsehsender Premiere mit einer Umtauschaktion der für den Empfang notwendigen SmartCards begonnen. Heute hat der Pay-TV-Sender Premiere das Programm vollständig (und ersatzlos) auf die neuen Verschlüsselungssysteme Nagravision und NDS Videoguard umgeschaltet.
Modifizierte Digital-Receiver und (aus Sicht Premieres) nicht erlaubte Geräte, die zur Umgehung des alten Verschlüsselungssystems genutzt werden konnten, sind nun unbrauchbar. Der letzte Schritt ist eine weitere Maßnahme von Premiere im Kampf gegen Schwarzseher. Der Pay-TV-Sender zeigt sich zuversichtlich, dass die jetzt eingesetzten Verschlüsselungstechnologien Angriffsversuchen weitaus länger standhalten werden als es die jetzt ausgetauschten Systeme taten.
IFPI will Internet in der EU filtern
Der Interessenverband der Musikindustrie hat dem EU-Parlament einige Vorschläge genannt, wie man besser gegen Urheberrechtsverstöße vorgehen kann. Darin beschreiben sie, dass die Internet-Provider bisher nicht ausreichend genug auf sie eingegangen seien obwohl sie die Möglichkeiten hätten, das unlizensierte Tauschen zu unterbinden.
Die Anbieter sollen gemäß dem Schreiben
- Inhalte blockieren, die urheberrechtlich geschützt sind - dazu könnte man auf ISP Level den Traffic analysieren
- P2P-Protokolle sperren, da diese überwiegend zum Copyright-Verstoß genutzt werden
- das Web zensieren, indem man unbeliebte Seiten wie ThePirateBay sperrt
Die EU-Gremien schließen diese Vorschläge bisher nicht aus, obwohl der Plan technisch nur schwer realisierbar wäre und die Freiheit im Netz nehmen würde.
Die Electronic Frontier Foundation, eine Bürgerrechtsorganisation, hat den Plan schon kritisiert und bittet die EU, ihn nicht umzusetzen da
- nun auch Werke gefiltert würden, die nicht den großen Labels angehören
- der Plan die Forschung und Bildung einschränken würde, urheberrechtlich geschützte Werke dürfen hier auch ohne Lizensierung benutzt werden
- der Filter das Filesharen nicht eindämmen würde, die Benutzer könnten ihren Tausch verschlüsseln
- die Umsetzung von Innovationen unmöglich machen würde, da P2P Traffic gesperrt wird
- die Privatsphäre in vielen Fällen verletzt werden könnte, da man den Traffic komplett analysiert
- Filterung sehr teuer wäre und die Kosten von den Benutzern getragen werden müssten
Laut der EFF gibt es heute so viele Werke welche unter Creative Commons veröffentlicht wurden, Open-Source sind oder auch der Bildung dienen, sodass man flexiblere Regelungen zum geistigen Eigentum braucht.
Hoffentlich wird man die Argumentation ernst nehmen und sich zum Schluss doch noch gegen die Filterung des Internets entscheiden.
Sarkozy will Filesharern Internet kappen
Die Regierung hat zusammen mit Vertretern der Musik- und Filmindustrie sowie den Internet-Providern eine Vereinbarung unterzeichnet um in Zukunft härter gegen Filesharer vorzugehen.
Eine Behörde soll das Internet überwachen und verdächtige Benutzer genauer untersuchen - handelt es sich um Individuen, die urheberrechtlich geschütztes Material tauschen, dann bekommen sie eine Verwarnung per e-Mail. Sollten sie zum dritten mal auffallen, so wird ihnen der Internetzugang zeitweise oder auch auf Dauer entzogen.
Außerdem wurden die Gesetze verschärft und es könnten beim Provider Filtertechniken zum Einsatz kommen.
Als Gegenzug sollen Kinofilme etwas früher auf DVD erhältlich sein und die Music-Stores auf das einschränkende DRM verzichten.
Vista DRM: Geknackt, Patch jedoch unveröffentlicht
Kurz nach dem offiziellen Verkaufsstart des neuen Betriebssystems Windows Vista ist Vistas Protected Media Path bereits geknackt. Wie Gulli berichtet, hat Alex Ionescu einen Vista-DRM-Hack entwickelt, der die Aktivierung des Protected Media Path unbemerkt verhindert und dem Betriebssystem ein unverändertes System vorgaukelt. Der Hack selbst wurde noch nicht veröffentlicht.
Weitere Informationen:
Alex Ionescu
Gulli.com
muslix64: Nach HD-DVD nun Blu-Ray geknackt
Kurz nachdem mit BackupHDDVD ein erstes Tool aufgetaucht war, um von verschlüsselten HD-DVDs Sicherheitskopien anzufertigen, hat der Entwickler muslix64 ein weiteres Programm veröffentlicht. Diesmal trifft es den HD-DVD-Konkurrenten Blu-Ray. Dieser hatte um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen im direkten Vergleich mit der HD-DVD immer wieder auf die besseren Sicherheits- und DRM-Mechanismen der Blu-Ray-Disc verwiesen.
Weitere Informationen:
doom9
Erste HD-DVD-Filme in Tauschbörsen aufgetaucht
Nachdem wir vor kurzem berichteten, dass es einer Hackergruppe um muslix64 gelungen war mit dem Tool BackupHDDVD die Sicherheitsmechanismen von HD-DVDs zu umgehen, sind nun in diversen Tauschbörsen die ersten HD-DVD-Filme illegal zum Download angeboten worden. Darunter unter anderem die Actionfilme “Pitch Black”, “The Chronicles of Riddick” und “Batman Begins”, die trotz AACS-Kopierschutz entschlüsselt und über die Tauschbörse Bittorrent im Internet verteilt wurden.
BackupHDDVD hebelt Kopierschutz der HD DVD aus
Das Tool “BackupHDDVD“, hebelt bereits jetzt den Kopierschutz des DVD-Nachfolgers HD-DVD aus. BackupHDDVD kopiert die auf einer HD-DVD vorhandenen Dateien direkt auf die Festplatte, von wo sie mit einem Software-DVD Player abgespielt werden können. Inzwischen wurde vom Entwickler auch der Quellcode des Kommandozeilentools veröffentlicht.
Auf der Videoplattform YouTube hat der Entwickler “muslix64″ ein Video veröffentlicht, dass den kompletten Vorgang vom Rippen bis zur Dekodierung ausführlich dokumentiert. In dem Video kopiert er die HD-DVD “Full Metal Jacket” auf seine Festplatte und spielt den Film anschließend ab.
Der Kopierschutz selbst wird von dem Tool nicht geknackt. Stattdessen kopiert BackupHDDVD lediglich die Dateien auf die Festplatte und dekodiert diese anschliessend mit den Originalschlüsseln - der selbe Vorgang wie beim Abspielen mit einem HD-DVD-Player. Dem Autor des Tools zufolge hat er die benötigten Schlüssel während der Wiedergabe eines HD-DVD Films im Speicher seines PCs gefunden. Bislang ist noch unbekannt, welcher Software-Player diese Lücke aufweist.














